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Allgemeine Gesundheitsinformationen


erlebe-china.de hat sich im Rahmen der Möglichkeiten bemüht, die Richtigkeit der folgenden Informationen zum Thema Gesundheit sicherzustellen. Sorgen Sie dafür, dass Sie vor Ihrer Reise Kontakt mit einer kompetenten medizinischen Stelle aufnehmen, wie Ihren Hausarzt oder einem Tropeninstitut. Nehmen Sie auf jeden Fall immer Ihren Impfpass mit. Empfehlenswert sind die Impfungen so lange wie möglich im Voraus zu regeln.

1. Vor der Reise
2. Vor Ort
3. Allgemeine Tipps

1. Gesundheitsmaßnahmen vor der Reise


Achten Sie darauf, dass Sie die Medikamente immer in der Originalverpackung mitnehmen. Falls Sie verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen empfehlen wir diese in doppelter Menge mitzuführen, da evtl. welche verloren gehen können. In China können Sie die Medikamente oftmals ohne Rezept erhalten.

1.1 Empfohlene Impfungen in China

Wir empfehlen Ihnen entweder Ihren Hausarzt oder ein Tropeninstitut zu kontaktieren, um sich individuell beraten zu lassen. Sie sollten sich frühzeitig um die jeweiligen Impfungen kümmern, da viele Impfstoffe erst nach ca. zwei Wochen. Folgende Impfungen werden grundsätzlich empfohlen:

• DTP: Diphtherie, Tetanus und Polio: Diese werden bei Reisen außerhalb Europas beinahe überall empfohlen, der Impfschutz hält 10 Jahre.
• Hepatitis A: Sie können sich für eine kurze oder längere Schutzdauer entscheiden, die Letztere beträgt 10 Jahre.
• Hepatitis B: Diese Impfungen wird in den meisten Fällen zusammen mit Hepatitis A geimpft und gilt als eine Routineimpfung für viele Reisende.
• Bauchtyphus: Wird von einigen Stellen empfohlen bei einem Aufenthalt von mehr als 2 Wochen, außer in Hongkong. Der Impfschutz hält 3 Jahre.
• Meningitis-Impfung: Wird empfohlen für denjenigen, die längere Zeit in China verbringen und engen Kontakt mit der lokalen Bevölkerung haben.

1.2 Malaria


Viele sachverständige Instanzen weisen darauf hin, dass Malaria in der Provinz Yunnan und auf der Insel Hainan das ganze Jahr über ein Risiko bildet. Im Internet empfiehlt das amerikanische Center for Disease Control (CDC), in Gebieten unter 1500 Meter Höhe Malariapillen einzunehmen. Yunnan und Hainan gehören zu diesem Gebiet. Hier werden jährlich etwa 35000 Fälle von Malaria gemeldet, in 46 Fällen mit tödlicher Folge. Wir selber haben hier keine Malaria-Pillen genommen. Erkundigen Sie sich bei einer sachverständigen Stelle und entscheiden Sie selber. Wesentliche Risiken gibt es nur bei einem Aufenthalt von zwei Nächten bis höchstens 1 Woche in Yunnan und auf Hainan. Für einen Aufenthalt von höchstens einer Woche ist das Anti-Malariamittel Malarone die beste Wahl. Bei einem längeren Aufenthalt wird Lariam empfohlen. Der Vorteil des Mittels Malarone ist, dass es nicht so lange wie Lariam eingenommen werden muss und dass es weniger Nebenwirkungen hat. Es ist allerdings viel teurer. Dengue und Japanische B-Encephalitis: Beides sind Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden. Hier können Sie also dieselben Vorsorgemaßnahmen treffen wie bei Malaria. Es gibt keinen Impfschutz gegen Dengue-Fieber. Gegen die Japanische B-Encephalitis gibt es allerdings einen Impfschutz. Diese Impfung wird empfohlen, wenn Sie länger als 6 Monate nach Asien reisen wollen.

Ihr eigenes Erste-Hilfe Set

1.3 Weitere Vorbereitungen

Sie können sich selber ein Erste-Hilfe-Set für Ihre Reise zusammenstellen oder eines kaufen.
Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen, nehmen Sie den Beipackzettel mit, so dass kein Zweifel aufkommt, dass Sie ein Drogenkonsument sein könnten. Sorgen Sie auch dafür, einen extra Vorrat mitzunehmen, sodass Sie nicht verzweifelt in den Apotheken vor Ort nach einem passenden Mittel suchen müssen, wenn Sie etwas verlieren. Nehmen Sie auch eine englische Bescheinigung Ihres Arztes mit, in dem die Medikamentenverordnung bestätigt wird. Eventuell können Sie auch ein sauberes Set von Spritzen und Nadeln mitnehmen. Denken Sie hierbei auch an ein ärztliches Attest.
Wenn Sie eine Brille oder Kontaktlinsen tragen, sollten Sie die Spezifizierung Ihres Optikers mitnehmen, oder eine extra Brille bzw. ein Paar Kontaktlinsen.
Außerdem empfehlen wir ein Breitbandantibiotikum, Kopfschmerztabletten, Abführmittel, Insektenschutzmittel, Paracetamol, Sonnencreme, Tabletten gegen Magenverstimmung, etc.

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2. Gesundheit vor Ort


Neben der Beachtung der für Ihre Situation passenden Impfungen und der Fürsorge, dass Sie vor Ihrer Reise so gesund wie möglich sind, ist es natürlich wichtig zu verhindern, dass Sie vor Ort krank werden. Seien Sie vor Ort sehr aufmerksam: Wenn Sie nicht sicher sind, was Sie haben, suchen Sie vor Ort den Rat eines Arztes auf. Bei Sprachproblemen können Sie sich an unsere lokalen Partner in den großen Städten wenden.

Jetlag ist das Durcheinanderbringen Ihrer „biologischen Uhr“, u.a. des Schlaf-Wach-Rhythmus, das durch den Flug über mehrere Zeitzonen entsteht. In China ist es 6 Stunden später als in Deutschland. Die ersten Tage nach dem Flug muss sich der Körper an den neuen Biorhythmus gewöhnen, dadurch können Sie sich müde oder benommen fühlen. Tipps zur Überwindung des Jetlags: Es ist ratsam, im Flugzeug wenig Kaffee oder Alkohol zu trinken und nach Ankunft die ersten zwei, drei Tage nicht zu viel von sich zu verlangen.

Weiterhin ist es empfehlenswert, sich so schnell wie möglich an den neuen Schlafrhythmus zu gewöhnen. Versuchen Sie nach Ihrer Ankunft in China noch bis abends wach zu bleiben und legen Sie sich nicht direkt schlafen.


2.1 Diarrhö


Veränderung des Rhythmus, des Klimas und der Nahrung (besonders scharfes Essen) können Ihren Darm durcheinander bringen. Solange sich das nur in einem „dünnen Stuhlgang“ ohne Nebenerscheinungen äußert, sollten Sie sich am besten ein wenig Ruhe gönnen und viel Wasser trinken. Sie können eventuell eine ORS-Lösung (Orales Rehydrations-Salz) in Wasser aufgelöst einnehmen, sodass Sie nicht austrocknen. Dies ist besonders für Kinder und ältere Urlauber wichtig. Wenn Sie wirklich unterwegs sein müssen, können Sie auch Loperamide einnehmen. Dieses Mittel legt die Peristaltik (natürliche Bewegung der Därme) lahm, sodass es sich so anfühlt, als wenn die Diarrhö vorbei wäre. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um ein Medikament, sondern nur ein vorübergehendes Stopfmittel, das Sie nur in unangenehmen Situationen verwenden sollten, z. B. wenn Sie 6 Stunden im Bus sitzen müssen. Sollte die Diarrhö länger als zwei Tage andauern, oder sollten Nebenerscheinungen wie Fieber, Blut im Stuhl oder andere Symptome auftreten, nehmen Sie Kontakt mit einem Arzt auf, dann kann mit Hilfe von Labortests untersucht werden, ob es Grund zur Sorge gibt. In China ist man eher geneigt, Antibiotika zu verschreiben als in Deutschland. So werden Sie meistens Ihre Krankheit los. Aber das kann auch zu Verdauungsproblemen führen, da Ihre Darmflora zerstört wird. Zur Unterstützung Ihres Darms können Sie Lactobacillus Acidophilus-Kapseln einnehmen (eventuell aus Deutschland mitnehmen). Denken Sie daran, dass Alkohol und Antibiotika eine sehr schlechte Kombination bilden, und dass die Antibabypille in Kombination mit Antibiotika eine verminderte Wirkung hat!


2.2 Toilettenverhältnisse in China

Vorsorge gegen Diarrhö
Trinken Sie nur Wasser aus abgeschlossenen/versiegelten Flaschen oder Dosen, oder Getränke, die aus abgekochtem Wasser zubereitet wurden, wie Tee oder Kaffee. Eiswürfel sind am ehesten vertrauenswürdig, wenn es runde Kugeln mit Löchern in der Mitte sind. Fruchtsaft ist nur sicher, wenn kein Wasser zugesetzt wurde.
Nahrung, vor allem Fleisch und Fisch, muss gründlich gekocht oder durchgebacken sein.

In China ist es nicht immer sicher, an Straßenständen zu essen. Essen Sie hauptsächlich dort, wo viel Betrieb ist: Die Umlaufgeschwindigkeit, mit der das Essen zubereitet und gegessen wird, ist dann hoch. Essen Sie in Restaurants, in denen Sie gut sehen können, dass sie sauber sind. Bei den Straßenständen empfiehlt es sich nicht, spät am Tag noch Fleisch zu essen, das hat dann manchmal den ganzen Tag gelegen. Ein bewährtes Hausmittel gegen Diarrhö ist das Trinken von Cola und Brühe (nicht unbedingt gleichzeitig). Cola kann man überall kaufen, und viele Hotels haben einen Wasserkocher für Bouillon.

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3. Noch ein paar allgemeine Tipps:


Hautpflege

Nehmen Sie Wunden ernst: Beobachten und desinfizieren Sie sie und kleben Sie tagsüber eventuell ein Pflaster drauf. Schützen Sie Ihre unbedeckte Haut immer mit einer Sonnencreme. Tragen Sie keine grell gefärbte oder schwarze Kleidung und benutzen Sie kein starkes Parfüm, Deo oder Aftershave, um stechende Mücken auf Distanz zu halten. (Sorgen Sie also dafür, dass Sie nicht zu sehr einer Blume ähneln). Waschen oder desinfizieren Sie ihre Hände nach jedem Toilettenbesuch und kauen Sie lieber nicht an den Nägeln.

Sonnenstich

Vermeiden Sie einen Sonnenstich, indem Sie einen Hut o.ä. und eventuell eine Sonnenbrille tragen. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Flasche Wasser mithaben, vor allem, wenn Sie in die Natur gehen, und Trinkwasser nicht schnell zur Hand ist. Wenn Sie einen Sonnenstich vermuten (bei Schwindelgefühlen oder Kopfschmerzen): Trinken Sie etwas, setzen Sie sich in den Schatten und bleiben Sie dort. Auch die Einnahme von Vitaminpräparaten, insbesondere Vitamin B, ist empfehlenswert. Denken Sie allerdings daran, dass Sie nicht eine "Überdosis" einnehmen.

Gesundheit nach der Heimkehr

Wenn Sie nach Ihrer Rückkehr (und das kann u. U. Monate später sein) Fieber, Darmkoliken oder andere Beschwerden haben, die Sie nicht mit einer bestimmten Ursache in Verbindung bringen können: Nehmen Sie mit Ihrem Hausarzt Kontakt auf und sagen Sie ihm, wie lange und wo Sie in China waren. Wenn Sie viel Kontakt mit den Einheimischen hatten, kann es sinnvoll sein, einen Mantoux-Test auf TBC machen zu lassen.

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