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Fahrt im Nachtzug

Transport in China

In China gibt es verschiedene Möglichkeiten von einem Baustein zum nächsten zu gelangen. Sie fahren entweder mit dem Zug, Bus oder fliegen zum nächsten Ort. In den jeweiligen Städten können Sie auch die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

Sie kommen bei den unterschiedlichen Verkehrsmöglichkeiten leicht in Kontakt mit den Einheimischen. Gerade die chinesische Mittelklasse in den Zügen spricht kaum Englisch. Hier können Sie mit Händen und Füßen und Ihrem Sprachführer sehr kurzweilige Gespräche führen. Bei den Zugfahrten sparen Sie sich auch die Hotelübernachtung und kommen morgens relativ fit an. Die Züge sind einigermaßen sauber, gepflegt und das Personal und Ihre Mitreisenden sind hilfsbereit. In den meisten unserer Rundreisen werden daher auch ein oder zwei Strecken mit dem Nachtzug zurückgelegt.

Wie sehen die Bahnhöfe aus?

Groß, größer, am größten, insbesondere in den Städten. Die Züge fahren meistens pünktlich ab, Nachtzüge oft am frühen Abend. Der Zug steht oft schon am Gleis bereit. Sie befinden sich in einer Wartehalle, wie am Flughafen und können ca. 30 Minuten vor Abfahrt den Bahnsteig betreten. Die Bahnhöfe sind oft überfüllt, daher gehen Sie bitte rechtzeitig zum Wartebereich.

Sorgen Sie dafür, dass Sie rechtzeitig am Bahnhof sind, am besten etwa 1,5 – 2 Stunden vor der Abfahrt. Fahren Sie früh genug los, dann haben Sie keinen Stress und können in der Bahnhofsgaststätte noch etwas essen. Auf den größeren Bahnhöfen gibt es Selbstbedienungsrestaurants, in denen Sie zeigen können, was Sie haben möchten. Sie können hier in aller Ruhe sitzen und das Treiben um Sie herum wird auf einmal viel übersichtlicher.
Im Bahnhofsgebäude
Der Zug steht bereit

Wie finden Sie Ihren Zug?

Auf den großen Schildern werden (wie in Deutschland) die Züge angegeben. Allerdings ist nicht die Richtung, sondern die Zugnummer angegeben. Diese steht auch auf Ihrer Fahrkarte. Was sonst noch auf der Karte steht, können Sie wahrscheinlich nicht lesen, aber das ist kein Problem: Bei allen Waggons steht ein Schaffner.

Auf Ihrer Fahrkarte stehen auch der Wagon und die Bettnummer. Sie geben Ihre Fahrkarte beim Schaffner ab und erhalten dafür eine Art Plastikkarte mit Ihrer Platznummer. Diese behalten Sie während der Reise bei sich.

Eine halbe Stunde vor der Ankunft an Ihrem Zielort tauscht der Schaffner diese Karte wieder gegen die originale Fahrkarte um. So steigen Sie auch rechtzeitig aus. Behalten Sie das originale Ticket bis Sie den Bahnhof verlassen haben.

Wie sieht der Nachtzug aus?

Die Nachtzüge haben verschiedene Übernachtungklassen: Normaler Stuhl, Hardsleeper (2. Klasse) und Softsleeper (1. Klasse). Wir buchen in der Regel den Hardsleeper. Jetzt werden Sie wohl denken: Das wird eine harte Nacht. Aber die Liegebänke der Hardsleeper Klasse sind nicht oder kaum anders als die in der Softsleeper-Klasse. Die Erklärung dafür ist, dass man, da in China die Klassengesellschaft verpönt war, keine 1. und 2. Klasse haben durfte, deswegen hard/soft. Ihr Gepäck wird in die Gepäckablage im Gang oder unter den untersten Betten verstaut. (Ein flacher Koffer passt)
Am Anfang des Waggons gibt es ein Abteil für die Stewards (Stewardessen), 2 Hockklos und einen Waschraum mit einigen Wasserhähnen mit kaltem (nicht trinkbarem) Wasser. Man kann sich hier teilweise auskleiden. Eine kleine Taschenlampe ist hier praktisch, denn über den Betten gibt es kein Leselicht und das Licht geht überall auf einmal aus. Meistens ist es ruhig.
Hardsleeper Einrichtung

Normaler Stuhl:

Vergleichbar mit unseren Zügen. Allerdings immer voll und anstrengend. Wir bieten diese Option normalerweise nicht an, aber in der Hochsaison kann es die einzige Möglichkeit sein. Dann empfehlen wir Ihnen, wenn möglich zu fliegen. Für kurze Tagesreisen ist der Zug ein ausgezeichnetes Transportmittel. Sie reisen entspannt und können nach draußen schauen, oft ist er allerdings langsamer als der Bus.

Hardsleeper:

In jedem Waggon gibt es 10 offene Abteile mit 6 Liegebänken, 3 an jeder Seite. Dazwischen stehen ein Tisch und eine große Thermosflasche mit heißem Wasser. Pro Bett gibt es eine Bettdecke, ein Kissen und ein Handtuch. Die Betten sind relativ groß: ca. 60 cm breit und 2 Meter lang, auch oben. An der Zwischenwand steht eine Leiter, um nach oben zu klettern. Wir versuchen immer erst, die untersten Betten zu buchen. Wenn die nicht verfügbar sind, buchen wir die anderen.

Softsleeper:

Pro Waggon gibt es 5 geschlossene Abteile mit 4 Liegebänken, 2 an jeder Seite. Ansonsten ist die Einteilung/Einrichtung die gleiche. Gern planen wir für Sie Softsleeper Plätze ein. Da die Plätze rar und sehr beliebt sind, kann es passieren, dass wir für Sie keine Softsleeper Plätze buchen können. Sollte dies der Fall sein, buchen wir Hardsleeper Tickets für Sie und erstatten Ihnen selbstverständlich den Differenzbetrag.

Kann man hier etwas essen oder trinken?

Wenn Sie etwas Warmes trinken möchten, sollten Sie selbst eine Tasse, einen Löffel, evtl. Tee, Instantkaffee und Zucker mitnehmen. (in China kann das alles billig gekauft werden). Es kommt auch ein Verkäufer mit einer Minibar mit einem beschränkten Sortiment vorbei. (z. B. Plastikschachteln mit Instantnudeln). Das Zugrestaurant ist passabel, aber nicht super. Sie können hier (lauwarmes) Bier, Cola und einfache Mahlzeiten bekommen. Sie haben in Ihrem Nachtzug die Möglichkeit heißes/kochendes Wasser für Tee oder Instant Nudel zu bekommen.

Die meisten Chinesen nehmen selber Wasser/Essen/Trinken mit. Machen Sie das auch und nehmen Sie in einem Tagesrucksack auf jeden Fall ein paar Kekse/Snacks mit. Auf den Bahnhöfen kann man diese Snacks kaufen, ein weiterer guter Grund, früh vor Ort zu sein.

Transfer von / zum Bahnhof

Bei Ankunft auf dem Bahnhof in einer Stadt ist der Transfer zum Hotel immer inbegriffen, außer wenn das Hotel zu Fuß erreichbar ist (Xian). Das ist angenehm, Sie müssen sich dann nicht gleich in das Gedränge der Taxifahrer stürzen. Außerdem lernen Sie dann gleich den Vertreter unseres lokalen Partners kennen, was praktisch ist, wenn Sie noch weitere Reisedokumente benötigen.

Für die Fahrt vom Hotel zum Bahnhof buchen wir normalerweise keinen Transfer. Bei der Hotelrezeption können Sie einfacher und billiger selbst ein Taxi bestellen. So brauchen Sie auch nicht unnötig lange zu warten. Auf den Bahnhöfen kann der Fahrer Ihnen sowieso nicht weiterhelfen, denn oft darf beim Bahnhof nicht lange geparkt werden, wie auf dem Westbahnhof in Peking. Wenn Sie dennoch gerne einen Transfer buchen möchten, können wir das natürlich für Sie organisieren.

Die wichtigsten Zugstrecken / Reisedauer



Peking – Xi'an: 12,5 Std.

Peking - Shanghai: 12 Std.

Xi'an – Lanzhou: 9 Std.

Xi'an – Chengdu: 16.5 Std.



Kunming - Guilin: 18 Std. & 20 Min.

Guilin - Guangzhou: 12 Std. &  45 Min.

Guangzhou - Hongkong: 1 Std. & 45 Min.

Shanghai - Suzhou: 50 Min.

 
 

 
Gut zu wissen: Die Fahrt von Shanghai nach Guilin, Kanton oder Chengdu dauert über 25 Stunden und wir raten deshalb davon ab. Von Shanghai nach Xi'an sind es ca. 20 Stunden, das geht gerade noch.

Beispiel Zugticket

Wie sieht das Zugticket aus?

Hier links finden Sie ein Beispiel für Ihr Zugticket. Dort ist die Zugnummer notiert: K604

WICHTIG: Behalten Sie das Zugticket immer solange, bis Sie den Bahnhof verlassen haben, da Sie es am Ausgang immer vorzeigen müssen!

2. Örtliche Transportmittel
(Taxi, Stadtbus, Rikscha, Radverleih usw.)

Taxen:
Taxen in China sind preiswert und die Fahrer sind meist freundlich und hilfsbereit. In den großen chinesischen Städten kann man die Entfernung leicht falsch einschätzen, oft ist es praktisch ein Taxi zu nehmen. Der Starttarif ist normalerweise 1 bis 2 Euro, danach wird pro Kilometer ein kleiner Zuschlag berechnet. Meistens kostet die Fahrt weniger als 5 Euro, mehr als 10 Euro kostet es eigentlich nie. Nach 23:00 Uhr wird ein etwas höherer Tarif berechnet. Um Trinkgeld wird nie gebeten. Wenn Sie den Betrag nach oben aufrunden, ist der Fahrer schon sehr froh.

Taxen sind das ideale Transportmittel, um individuell und viel von der Stadt zu sehen. Das einzige Problem ist, dass die Fahrer nichts anderes als Chinesisch sprechen. Aber wenn Sie immer eine Visitenkarte vom Hotel dabei haben oder einen Stadtplan, dann gibt es keine Probleme. Nehmen Sie einen kleinen Sprachführer mit, so können Sie schnell Kontakte knüpfen.
Sorgen Sie dafür, dass Sie eine Karte der Stadt bei sich haben, Sie erhalten diese immer bei Ankunft in einer größeren Stadt von unserem lokalen Partner, fragen Sie danach. Markieren Sie die Lage Ihres Hotels auf der Karte. Verlassen Sie das Hotel nie ohne Visitenkarte, sie liegen bei jeder Hotelrezeption. Denn sogar wenn Sie den Namen richtig aussprechen, wird fast kein Fahrer das Hotel ohne Adresse finden können. Lassen Sie den Empfangschef auch immer das Stadtviertel in chinesischen Zeichen auf die Karte schreiben (steht meistens nicht drauf).

Die Fahrer wissen, wo die Stadtteile liegen, und fragen dann nach der Straße, in dem das Hotel liegt. Die Fahrer kennen auch die verschiedenen Sehenswürdigkeiten, aber lassen Sie diese trotzdem bei der Rezeption in chinesischer Schrift aufschreiben. Taxen fahren fast immer mit einem Taxameter, das ist Pflicht. Manchmal möchte man Sie nicht mitnehmen, weil man lieber ein eventuelles Missverständnis mit einem Touristen vermeiden möchte. Nehmen Sie einfach ein anderes Taxi, auch wenn Sie denken, dass Sie sich mit dem Fahrer nicht einig werden können.
Nach 18.00 Uhr wird es, je nach der Stadt/dem Ort, etwas schwieriger, ein Taxi zu finden. Sie können immer zu einem (größeren) Hotel gehen, wo man eins für Sie bestellen kann. Nehmen Sie sich immer genügend Zeit, auch in den chinesischen Städten gibt es Stau.

Der Stadtbus
In den meisten Städten fahren auch Stadtbusse. Diese haben normale Nummern. Sehen Sie bei dem Hotel nach, welche Busse hier fahren. Achten Sie auch an den Stellen, die Sie besuchen darauf, welche Busse hier fahren und Sie werden schnell wissen, welchen Sie nehmen müssen. Sie bezahlen immer bar, oft 1 Yuan, und werfen das Geld in eine Büchse, die beim Fahrer steht. In Xi'an fahren Sie z. B. vom Bahnhof zum Süden der Stadt, das ist kein Problem.
Radverleih
Neben Fernsehen und Kühlschrank ist der wichtigste Luxusartikel jedes Chinesen ein Fahrrad, bei mehr Wohlstand ein Mofa oder sogar ein Auto.

Minibus / Rikscha

In den größeren Städten gibt es oft noch andere Transportmittel: Minibusse, die auf einer eine festen Strecke fahren und Rikschas für kurze Strecken. Die Letzteren sind oft teurer als Taxen und eher dazu geneigt, einen zu hohen Preis zu verlangen. Mit der Rikscha durch die Hutongs von Beijing zu fahren ist teuer. Sie können hier besser Rad fahren, siehe unten.

Metro

In Beijing, Hongkong und Shanghai, voll und billig. Es gilt ein Tarif, solange Sie die Metro nicht verlassen. Die Fahrkarten können Sie bei dem Büro kaufen.
Man kann in den meisten Städten Fahrräder leihen, insbesondere in den Vierteln, in denen die Backpackerhotels liegen. Aber nicht jede Stadt oder jedes Viertel ist zum Rad fahren geeignet, denn der Autoverkehr nimmt zu. Gute Orte zum Rad fahren sind die Hutongs, die alten Viertel von Beijing, die Stadtmauer von Xi'an, der Erhai See bei Dali und entlang dem Fluss bei Yangshuo.

Radverleih kostet durchschnittlich 15 Yuan, ca. 1,50 Euro pro Tag. Achten Sie auf Folgendes: Sind die Reifen gut aufgepumpt? Funktionieren die Bremsen? Haben Sie ein Schloss? Ist der Sattel einigermaßen bequem? Ist die Höhe des Fahrrads einigermaßen komfortabel? Wenn Sie unterwegs einen platten Reifen oder ein anderes Problem haben, ist immer ein netter Chinese in der Nähe, de Ihnen gerne hilft.

Der neue Lhasa Zug, beliebt, also früh buchen: Qinghai-Tibet Railway, seit Juli 2006

Unten finden Sie die Zugstrecken, die seit 2006 von Lhasa aus gefahren werden können. Die berühmteste Strecke ist die von Beijing nach Lhasa, aber es gibt auch einen Zug von Shanghai nach Lhasa. Die Züge fahren oft, jedoch nicht täglich, fragen Sie uns nach dem Fahrplan.

Bitte beachten: Wenn Sie nach Lhasa reisen, können Sie unterwegs nicht aussteigen. Wenn Sie allerdings von Lhasa aus nach China reisen ist es möglich, auf den dazwischen liegenden Bahnhöfen auszusteigen! 

Lhasa - Beijing, Reisedauer 48 Stunden 

BahnhofAnkunftszeit:Abfahrtszeit:
Lhasa-08:00
Xining09:2509:31
Lanzhou12:2712:42
Xian20:1420:29
Shijiazhuang05:3105:34
Beijing 08:00-

Beijing - Lhasa, Direktzug ohne Zwischenhalt

Abfahrt aus Beijing 21.30 Uhr

Ankunft in Lhasa 20:58 Uhr 2 Tage später


Lhasa - Shanghai, Reisedauer 52 Stunden 

BahnhofAnkunftszeitAbfahrtszeit
Lhasa-08:32
Xining10:1810:24
Lanzhou13:1813:33
Xian21:3521:50

Nanjing

10:5310:57

Wuxi

12:3612:39
Shanghai13:45-

Shanghai - Lhasa, Direktzug, ohne Zwischenhalt

Abfahrt Shanghai 16:11 Uhr

Ankunft in Lhasa 19:50 Uhr 2 Tage später